Kurzbiografie TabellarischAutobiografie bis 1949 [PDF]Fundgrube
Dietrich Kukuck 1952mit VHS-Chor beim SommerfestFerien auf Norderney 1960mit ihrem Kammerchor im Hamburger Rathaus 1995beim Komponieren 1998
Tabellarische Biografie


2.11.1914 in Hamburg geboren als Tochter von Prof. Dr. med. Otto Cohnheim, später (1916) Kestner und der Sängerin Eva Cohnheim, später (1916) Kestner, geb. Barth.
1921-1935 Schulbesuch, u.a. der Lichtwarckschule bis zu deren Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten, der Schule am Meer in Juist (Martin Luserke) und der Odenwaldschule. Dort Abitur.
1935 Aufnahme des Musikstudiums an der Musikhochschule Berlin in den Fächern Klavier und Querflöte.
1937 Examen als Privatmusiklehrer für Klavier. Gleich darauf Unterrichtsverbot wegen jüdischer Abstammung.
1937-1938 Studium der Komposition bei Paul Hindemith bis zu dessen Emigration.
1939 Künstlerische Reifeprüfung für Klavier.
1939 Eheschließung mit Dietrich Kukuck.
1940 Geburt des ersten Kindes, Johann, in Berlin.
1946 Geburt von Zwillingen, Margarete und Irene, in Hamburg.
1948 Seit 1948 wohnt die Komponistin in Hamburg-Blankenese. Hier Geburt des vierten Kindes Thomas. Nach dem Krieg zahlreiche Kompositionsaufträge, vor allem von dem 1989 verstorbenen Gottfried Wolters, dem Leiter des ehemaligen Norddeutschen Singkreises und Lektor des Möseler Verlages. Von den größeren Kompositionen (vgl. auch gesonderte Aufstellung) werden einige im folgenden hervorgehoben.
1951 "Mariae Verkündigung", doppelchörige Motette, in Hamburg uraufgeführt.
1953 "Das kommende Reich", Oratorium, in Hamburg uraufgeführt.
1959 "Der Gottesknecht", Passionsoratorium, in Hamburg und Berlin uraufgeführt.
1965 "Wo bleibst du Trost", Motette, in Hannover uraufgeführt
1967 Scheidung der Ehe mit Dietrich Kukuck
1969 Gründung eines eigenen Kammerchors ("Kammerchor Blankenese"), der seither auch an Aufführungen von Werken der Komponistin mitwirkt.
1972-1982 Musiklehrerin an der Lola-Rogge-Schule, Schule für Tanz und tänzerische Gymnastik in Hamburg.
1973 "Die Weihnachtsgeschichte", in Hamburg uraufgeführt
1984 "Klagelieder Jeremias", in Hamburg uraufgeführt
1986 "Der Mann Mose", Kirchenoper, in Hamburg uraufgeführt.
1989 "Die Weissagung", Musik zu einem geistlichen Spiel, in Kiel uraufgeführt.
1989 "De profundis", Kantate, in Hamburg uraufgeführt
1989 Verleihung der Biermann-Ratjen-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg für ihre Verdienste um das Hamburgische Musikleben
1990 "Auf glühenden Kohlen gesungen", Kantate, in Hamburg uraufgeführt.
1991 "Ecce Homo. Die letzten Tage des Jesus aus Galiläa", Kirchenoper, in Hamburg uraufgeführt.
1994 5. November: Aus Anlass des 80. Geburtstags der Komponistin Uraufführung von vier Motetten nach Gedichten von Paul Celan und Nelly Sachs ("Todesfuge", "Psalm", "O der weinenden Kinder Nacht", "O die Schornsteine auf den sinnreich erdachten Wohnungen des Todes").
1994 Verleihung der Johannes Brahms-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg als Auszeichnung für hervorragende Verdienste auf dem Gebiet der Musik.
1995 Auf dem 26. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg Uraufführung von drei Motetten und einer Kantate: "Es ist dir gesagt, Mensch", "Die Seligpreisungen", "Alles hat seine Zeit", "Schwerter zu Pflugscharen".
1995 Im Rahmen der Weltfriedenswoche in Hamburg im Gedenken an Hiroshima Uraufführung des Requiems "Und es ward: Hiroshima. Eine Collage über Anfang und Ende der Schöpfung".
1995 Aus Anlass der 800-Jahrfeier der Hauptkirche St. Nikolai Uraufführung der szenischen Kantate "Wer war Nikolaus von Myra? Wie ein Bischof seine Stadt aus der Hungersnot rettete und vor Krieg bewahrte".
1996 1. September: Aus Anlass des "Antikriegstages" im Monsun Theater Hamburg Uraufführung von "Und kein Soldat mehr sein" (Zehn Lieder gegen den Krieg).
1999 Aus Anlass des 85. Geburtstages in Blankenese Konzert mit einem Querschnitt aus dem Werk der Komponistin: Weltliche und geistliche Chormusik, Lieder für Sologesang und Klavier, Instrumentalmusik. Darunter: Uraufführung der Partita für Klavier und zwei Flöten <1955/1998>).
4.6.2001 Felicitas Kukuck stirbt in Hamburg. Sie wird am 18. Juni auf dem Friedhof der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Blankenese beigesetzt.
2.7.2001 Portraitkonzert Felicitas Kukuck. Im Rahmen der 700 Jahre-Feiern von Blankenese geplant, wird es zum Konzert "in memoriam". Ein umfangreiches Programm mit geistlicher und weltlicher Musik, Vokalwerken und Instrumentalwerken, Chormusik und Solostücken gibt einen Querschnitt über das Werk.


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Felicitas Kukuck, geb. 2. Nov.1914